Audi R8 Spyder: Offenes Fahren mit atemberaubender Dynamik

Ab Frühjahr 2010 lässt sich der Audi R8 auch offen genießen. Dann nämlich rollt der Spyder zu den Händlern. Derzeit feiert der wunderschöne Zweisitzer mit knappem Stoffmützchen Weltpremiere auf der IAA. (powered by Speed Heads , 01.01.2009)

Mit ihrem skulpturalen Charakter fasziniert die Linienführung des neuen Audi R8 Spyder und interpretiert die Dynamik des Hochleistungssportwagens auf eigene Art. Viele Details dokumentieren die Liebe, die die Designer bei der Gestaltung des Roadsters an den Tag gelegt haben. Vorne gleicht er dem Coupé-Bruder wie ein Ei dem anderen, doch in der Seitenansicht fällt nicht nur das fehlende feste Dach als Unterscheid auf. So entfallen die Sideblades hinter den Türen ebenso wie der große Deckel über der Verdeckablage. Zwei gewölbte Hutzen, die sich bis zur Abrisskante ziehen und große Lüftungsöffnungen integrieren, verleihen dem Rücken des offenen Zweisitzers ein kraftvolles Profil. Das Heck mit den beiden ovalen Auspuff-Endrohren übernimmt der Spyder vom R8 V10 – ein Hinweis auf die Motorisierung, die Audi seinem neuen Prestigeobjekt zum Marktstart spendiert.

Audi liefert den R8 Spyder mit drei Verdeckfarben aus, bei der Karosserie stehen elf Lackierungen zur Wahl. Der Frontscheibenrahmen trägt eine glänzende Auflage aus eloxiertem Aluminium. Wie jeder offene Audi verfügt der R8 Spyder über ein Verdeck aus Stoff. Das Softtop wiegt nur etwa 30 Kilogramm und hält so das Gesamtgewicht (1.720 Kilogramm) und den Fahrzeugschwerpunkt niedrig. Es nimmt in geöffnetem Zustand wenig Platz in Anspruch und fügt sich geschlossen harmonisch in die Designlinie ein. Das Verdeck läuft in zwei schlanken Finnen aus, die sich zum Heckabschluss ziehen – ein Stilmittel, das man vom Konzernbruder Lamborghini Gallardo Spyder kennt. Das Softtop besitzt einen elektrohydraulischen Antrieb und öffnet und schließt sich binnen 19 Sekunden - auch in Fahrt bis maximal 50 km/h.

Audi R8 Spyder - Front 1
Von Vorne betrachtet gleicht der Audi R8 Spyder dem Coupé-Bruder wie ein Ei dem anderen

Antrieb mit kompromissloser Power

Pünktlich zur Cabriosaison 2010 kommt der Audi R8 Spyder auf den Markt – anfangs allerdings nur mit V10-Triebwerk. Bei 6.500 Touren stemmt der Saugmotor 530 Nm Drehmoment, bei 8.000 U/min liegt die Höchstleistung von 525 PS an, und erst bei 8.700 U/min ist die Drehzahlgrenze erreicht. Die Fahrleistungen umreißen das gewaltige Potenzial: 0 - 100 km/h in 4,1 Sekunden, 0 - 200 km/h in 12,7 Sekunden, Top-Speed 313 km/h in der Version mit dem Sechsgang-Schaltgetriebe. Den Durchschnittsverbrauch des Handschalters gibt Audi mit 14,9 Litern an, mit dem automatisierten Sechsganggetriebe R tronic soll er einen Liter sparsamer sein. Wie das Coupé hat der Spyder einen hecklastigen Quattro-Antrieb, das serienmäßige Sperrdifferenzial sorgt für das entscheidende Plus an Traktion, Stabilität, Kurvengeschwindigkeit und Präzision.Ebenfalls obligatorisch im neuen R8 Spyder: „Audi Magnetic Ride“ – ein System, das die Magnetfelder in den Stoßdämpfern nutzt, um deren Arbeitsweise innerhalb von Millisekunden den Anforderungen der Straße und dem Stil des Fahrers anzupassen. Der Fahrer kann zwischen zwei Grund-Kennfeldern wählen. Auf Wunsch liefert Audi ein Sportfahrwerk mit konventionellen Dämpfern. Der R8 Spyder 5.2 FSI quattro rollt auf 19-Zoll-Rädern im 10-Speichen-Y-Design. Die vorderen Felgen sind mit Reifen im Format 235/35 überzogen; an der Hinterachse beträgt die Größe 295/30 - optional sind sogar Reifen in der Dimension 305/30 erhältlich.

Audi R8 Spyder - Heck 1
Das Heck mit den beiden ovalen Auspuff-Endrohren übernimmt der Spyder vom R8 V10 – ein Hinweis auf die Motorisierung, die Audi seinem neuen Prestigeobjekt zum Marktstart spendiert

Sportlicher Luxus im Innenraum

Für Motorsportambiente im Interieur sorgt nicht nur das unten abgeflachte Sportlenkrad, sondern auch der in das Fahrerinformationssystem integrierte Laptimer zum Festhalten von Rundenzeiten. Die Instrumente und der Schaltknauf tragen rote Ringe, während die Pedale, die Fußstützen und die Schaltwippen der optionalen R tronic in Aluminiumoptik gehalten sind. Zu den Highlights der Serienausstattung des mindestens 156.400 Euro teuren Audi R8 Spyder 5.2 FSI quattro zählt die Volllederausstattung in Feinnappa. Hinzu kommen ein Soundsystem von Bang & Olufsen, eine Klimaautomatik und beheizbare Sitze. Das Leder der Sitze trägt eine Farbpigmentierung, die den Infrarot-Anteil im Sonnenlicht reflektiert und so die Aufheizung um bis zu 20 Grad Celcius reduziert.

Audi R8 Spyder - Innenraum
Zu den Highlights der Serienausstattung zählen die Volllederausstattung in Feinnappa, ein Soundsystem von Bang & Olufsen, eine Klimaautomatik und beheizbare Sitze

Ideal für Vieltelefonierer

Auf Wunsch liefert Audi individuelle Extras, zum Beispiel exklusive Lederpakete und spezielle Dekoreinlagen. Eine Weltneuheit ist das optionale Gurtmikrofon für die Freisprechanlage, das auch das Telefonieren bei geöffnetem Verdeck auf der Autobahn erlaubt. Hier sind in beiden Gurtbändern je drei kleine, flache Mikrofone integriert; mindestens eines von ihnen befindet sich bei angelegtem Gurt in der idealen Position zum Sprecher. Ein viertes Mikrofon sitzt am Frontscheibenrahmen.

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