Aston Martin treibt das Downsizing auf die Spitze: Während sich die Sportwagen auf Landstraßen, Autobahnen und Rennstrecken tummeln, möchten die Engländer mit dem Cygnet schon bald die Innenstädte für sich erobern. (powered by Speed Heads , 01.01.2009)
Der Toyota iQ gehört zu den kleinsten viersitzigen Automobilen der Welt. Aston Martin scheint am ungewöhnlichen Konzept dieses japanischen Winzlings scheinbar großen Gefallen gefunden zu haben. Denn auf der Basis des ultrakompakten Toyotas entsteht der Aston Martin Cygnet als Concept Car für einen luxuriösen, zugleich umweltfreundlichen Kleinstwagen, der stilvoll seinen Platz in der Stadt finden soll. Stand Aston Martin für einen Kleinwagen keine passende Basis zur Verfügung, begann die Kooperation mit Toyota. Für Sicherheit ist ebenfalls gesorgt, da der Toyota iQ beim Euro-NCAP-Crashtest die Höchstwertung von fünf Sternen erhielt.
Ernste Absichten oder geheimer Masterplan?
Aston Martin-Boss Dr. Ulrich Bez verkündete bereits, dass der Cygnet in naher Zukunft in Serie gehen könnte, um mit der Design-Sprache und den exklusiven Werten von Aston Martin neue Segmente zu erobern. Andererseits könnte die Aufnahme des Kleinwagens ins Aston-Portfolio auch einen anderen Hintergrund haben: Er könnte helfen, den Flottenverbrauch und damit die CO2-Werte von Aston Martin zu senken, um zukünftig möglichen Strafzahlungen bei Nichteinhaltung der Grenzwerte zu entgehen.In einem Kommentar verkündet Dr. Ulrich Bez, dass noch viel Arbeit in dem Cygnet steckt. Das rein optische Umwandeln von einem Toyota iQ zu einen Aston Martin und die Innenraum-Veredelung dürfte nicht derart aufwändig sein. Handelt es sich dabei vielleicht um einen versteckten Hinweis auf einen alternativen Antrieb?
Ein Auto als Sonderausstattung
Dr. Bez plant, den Cygnet für einen (günstigen) Aufpreis als Tender – sozusagen als Beiboot wie bei einer Luxus-Yacht - zu einem DBS, DB9 oder Vantage anzubieten. Durchaus auch lohnenswert für die betuchte Kundschaft, die damit im Großstadt-Dschungel in einem flinken Kleinwagen nicht auf die gewohnte Exklusivität zu verzichten braucht und gleichzeitig umweltbewusste Mobilität genießen kann.Auf dem ersten Foto ist bereits zu erkennen, dass die Briten der japanischen Basis den für Aston Martin typischen Kühlergrill, seitliche Kiemen und Luftöffnungen in der Motorhaube verleihen. Auch die Scheinwerfer tragen die Handschrift von Aston Martin. Details über den Motor und die Ausstattung gab Aston Martin bisher allerdings noch nicht bekannt.