Aus der Vergangenheit gelernt?
Auch wenn das bei Anderson Germany offenbar keine Rolle spielt, fragen wohl nicht nur wir uns, welchen Sinn der Verbau einesfragwürdigen Brachial-Bodykits an beispielsweise einem Bentley GT Supersports hat, außer dass es ihn in fürchterlicher Weise verunstaltet? Die ein- oder andere Tuningsünde haben wir von dem Düsseldorfer Veredler in der Vergangenheit jedenfalls schon gesehen - umso schöner, dass deren neuester Streich, der Audi R8 V10 Racing Edition, definitiv nicht dazugehört. Das Aerokit, bestehend aus einem Karbon-Frontspoiler und einem Karbon-Heckflügel, fügt sich sportlich-aggressiv aber gekonnt ins Gesamtbild des schönen Ingolstädters ein. Der extraleichte Verbundwerkstoff ist auch sonst die bestimmende Komponente am Racing Exterieur-Paket, kommt unter anderem am Diffusor, den Heckscheibenumrandungen und den Außenspiegeln zum Einsatz.
Räder passend zum Innenraum
Ein weiteres Kohlefaser-Highlight sind die Felgen. Überraschenderweise hält Anderson den Serienrädern die Stange und das ist nicht zum Nachteil des Zehnzylinder-Sportlers. Die Leichtmetallräder finden ja auch schon ab Werk in recht mächtigen 8,5x19 vorne und 11x19 hinten ihren Weg unter den R8 V10. Bezogen sind sie mit 235/35er und 295/30er Schlappen. Besonders schön werden die Einteiler aber durch die Karbon-Beschichtung sowie die Umrandung in Racing-Orange.
Auch beim Blick ins Cockpit finden wir dann wenig überraschend: Karbon und Racing-Orange. Leder im Mattkarbon-Look und Alcantara, abgenäht mit orangenen Rautennähten, spannt sich über weite Teile des R8-Interieurs. Was nicht beledert ist, erstrahlt in Karbon. Alles stimmig, also.
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- Dank der Auspuffanlage samt Rennkats, einem Sportluftfilter und einer Überarbeitung des Motormanagements leistet der 5,2-Liter-V10 jetzt 585 PS (+60 PS). Die Höchstgeschwindigkeit steigt um 12 auf 328 km/h.
Noch mehr Feuer unter der Haube
Passt die Optik, muss gerade bei einem gescheiten Sportler auch unter der Haube richtig Feuer sein. Nichts gegen die serienmäßigen 525 PS, aber Anderson legt noch einen drauf. Dank einer klappengesteuerten Sportauspuffanlage samt Rennkats (-17 Kilo), einem Sportluftfilter und einem überarbeiteten Motormanagement spuckt der 5,2-Liter-V10 nun 585 PS aus und auch die Höchstgeschwindigkeit steigt um 12 auf 328 km/h. Es geht doch, Anderson Germany. Weniger BlingBlingund mehr Performance ist doch meistens das bessere Rezept.

