Nostalgie im Trend
Was sind John Cooper für Mini und Carlo Abarth für Fiat? Vor allem ein Segen für die Marketing-Abteilung, würden böse Zungen wohl behaupten.
Auch Renault hat jetzt das Potential im Mythos der glorreichen Rennvergangenheit erkannt. Der französische John Cooper ist der 1899 geborene Amédée Gordini, dessen Konstruktionen in den 50er Jahren für einige Achtungserfolge in der Formel 1 gut waren. Später konnte man auch den ein oder anderen Sieg in der Rallye-WM verbuchen und der legendäre Renault 8 Gordini aus den 60er Jahren ist mit seinen 125 PS im Heck auch heute noch eine ausgemachte Pistensau.
Grund genug für Renault das reanimierte Gordini-Logo auf seine sportlichsten Modelle zu kleben und daraus wertige, schön anzusehende Sondermodelle zu machen.
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- 201 PS und 215 Nm Drehmoment fallen beim Clio Gordini über die Vorderräder her. Das ESP ist betont sportlich ausgelegt und kann auch abgeschaltet werden.
Noch mehr Sport
Angefangen hat es mit dem Twingo Gordini RS, der seit Mai beim Händler steht. Der nächste Kandidat, dessen Blech in die obligatorische Farbe „bleue france“ (heißt jetzt "Gordini-Blau") getaucht und anschließend mit den berühmten zwei weißen Rennstreifen versehen wird, ist der fahrdynamisch äußerst begabte Clio RS. Die Veränderungen beim Gordini beziehen sich ausschließlich auf die Optik. Mehr ist beim durchtrainierten Kleinwagen-Sportler aber auch gar nicht nötig. Die 2-Liter-Maschine mit 201 PS und 215 Nm Drehmoment katapultiert den RS von Haus aus in nur 6,9 Sekunden von 0 auf 100 und stoppt den Vortrieb erst bei 224 km/h. Auch das Fahrwerk bleibt unangetastet, schließlich wird dem Clio RS das beste Setup seiner Klasse nachgesagt.
Äußerlich setzt sich der Clio Gordini RS neben der Lackierung durch einen weißen Frontflügel, weiße Außenspiegel und zweifarbige 17-Zöller von der Serie ab.
Im Interieur betonen schwarz-blaue Ledersitze, ein blau-weißer Drehzahlmesser, schwarz glänzende Dekorleisten und ein Lederschaltknauf die Exklusivität des Gordini-Sondermodells. Auch die Ausstattung ist mit beheizbaren Vordersitzen, Navigationssystem, Klimaautomatik, abschaltbarem ESP und einer Bluetooth-Freisprecheinrichtung nahezu vollständig. 25.300 Euro müssen für den kleinen Sportler aber mindestens angelegt werden.
All denen, für die ein Clio RS eine Nummer zu klein ist, sei noch ans Herz gelegt, dass über einen Mégane Gordini RS durchaus nachgedacht wird. „In der Folge könnten wir uns auch einen Mégane Gordini vorstellen“, sagt Renault Marketing-Vorstand Eric Zuber.

