Ein neuer Stern am Alfa-Himmel
Sehnlichst warten unzählige Alfisti seit Jahren auf das, was die Marke einst zum Mythos gemacht hat - bezahlbare Sportwagen. Das derzeitige Modellprogramm dagegen – für Fans der Marke eher ein Armutszeugnis. Dazu die ständigen Schlagzeilen über eine drohende VW-Übernahme…nein, als Alfa-Liebhaber hat man es zur Zeit wahrlich nicht leicht. Nun aber könnte, zumindest in Form einer Studie, mal wieder richtig Feuer ins Mailänder Portfolio kommen. Der Grund: Seit Tagen ist online davon die Rede, dass die Italiener für Genf 2011 einen echten Sportwagen-Kracher im Gepäck haben. Der sogenannte 4C GTA soll eine ähnliche Wirkung entfalten wie seiner Zeit der 8C Competitione, jedoch zu einem wesentlich vernünftigeren Tarif.
Basis KTM X-Bow
Der Hammer an der ganzen Geschichte: Die Genf-Studie soll über einen Mittelmotor sowie Hinterradantrieb verfügen und auf einer Basis ähnlich der des KTM X-Bow aufbauen. Verantwortlich dafür zeichnen die Spezialisten von Dallara Automobili, der Schmiede, die den X-Bow für KTM entwickelt hat. Gezeichnet wurde der 4C GTA in Alfas Centro Stile in Turin. Uns erwartet ein schneidiges, sehr kompaktes und ultraflaches Zweisitzer-Coupé. Dank des großflächigen Einsatzes von Karbon und Aluminium will man das Gewicht unter 1.000 Kilo halten (Von 850 Kilo wird gesprochen, aber ob das realistisch ist?). Als Antrieb kommt eigentlich nur der 1,8-Liter TBi aus der Giulietta QV in Frage. Mit etwa 250 PS sollte er dem Leichtbau-Konzept ordentlich Leben einhauchen.
Schon 2012 in Serie?
Nach Angaben von Automotive News Europe könnte der 4C GTA in einem der italienischen Fiat-Werke gebaut werden und Ende 2012 zu Preisen ab 40.000 Euro in Serie gehen. 20.000 bis 25.000 Einheiten sollen so über einen Zeitraum von fünf Jahren entstehen. Auch in den USA könnte der 4C verkauft werden, eine Entscheidung diesbezüglich sei aber noch nicht gefallen. Dabei würde das Coupé definitiv helfen, die Leute in die Showrooms zu holen – für Alfa ein Muss, will man das Ziel von 350.000 verkauften Autos jährlich bis 2014 erreichen (Verkäufe 2010: 112.000). Weitere schlagende Argumente ab 2012: Die neue Mittelklasse „Giulia“ als 159-Nachfolger, der Mito als Fünftürer, zwei neue SUV und ein neuer Spider/ GTV. Wir dürfen gespannt sein, auf die mittelfristige Alfa-Zukunft und natürlich auf Genf.

