Motorvision-Adventskalender

Adventskalender 14. Türchen

24 Tage bis zum Fest, 24 große Automarken in unserem Motorvision-Adventskalender. Jeden Tag bis zum Heiligen Abend beleuchten wir die Geschichte eines Autokonzerns mit historischen Wendepunkten in der Firmenpolitik und den wichtigsten Modellen. Hinter dem 14. Türchen unseres Adventskalenders wartet sportliche Noblesse aus England. ( , 14.12.2011)

Gründung im Jahr 1913

Die britische Sportwagenmanufaktur Aston Martin Lagonda Limited mit Firmensitz in Gaydon, Warwickshire, England, steht für Generationen reinrassiger Luxus-Sportwagen mit einzigartigem Design. Auch als „Dienstwagenhersteller“ für den Superagenten James Bond erlangte Aston Martin einen weltweiten Bekanntheitsgrad. Gegründet wird das Unternehmen unter dem Namen Bamford&Martin Ltd. im Jahr 1913 – ein Jahr später erfolgt die Umbenennung in Aston Martin. Das erste Fahrzeug der Marke wird im Frühjahr 1915 zugelassen. Ab 1927 entstehen mit den Modellen „International“, „Le Mans“ und „Mark II“ die ersten Rennwagen in Handarbeit.

Aston Martin DB5 James Bond
Sean Connery als James Bond am Aston Martin DB5.

Weltberühmt dank James Bond

Im Jahr 1947 übernimmt der Unternehmer David Brown die Geschäftsführung, seine Initialen DB finden sich noch heute in einigen Modellbezeichnungen der Marke. Unter der Führung von Brown werden die Rennsport-Aktivitäten von Aston Martin erneut verstärkt. Mit den Modellen DB1, DB2, DB3 und DB4 kann Aston Martin in den 1950er Jahren einige Motorsport-Erfolge feiern, unter anderem auf den Traditionskursen von Le Mans und Sebring. Eines seiner berühmtesten Modelle stellt Aston Martin 1963 mit dem DB5 vor, der 1964 in „James Bond 007 – Goldfinger“ für Aufsehen sorgt. Ab 1965 setzt man bei den Briten mit dem DB6 erstmals nicht mehr auf italienisch anmutende Design-Merkmale.

Aston Martin DB7
Unter der neuen Ford-Führung wird 1991 das bis dato erfolgreichste Modell der Unternehmensgeschichte, der DB7, vorgestellt, der es auf eine Produktionszahl von 6.000 Stück bringt.

Besitzerwechsel zu Ford

Im Jahr 1972 muss David Brown das Unternehmen aufgrund finanzieller Probleme verkaufen, es folgen mehrere Besitzerwechsel und von Wirtschaftskrisen überschattete Schaffensjahre, bis im Jahr 1987 mit der 75-prozentigen Übernahme durch den Ford-Konzern eine neue Ära eingeläutet wird. Unter der neuen Führung wird 1991 das bis dato erfolgreichste Modell der Unternehmensgeschichte, der DB7, vorgestellt, der es auf eine Produktionszahl von 6.000 Stück bringt. Die Plattform für den DB7 stammt vom Jaguar XJ-S, genauso wie das Motoren-Konzept des Reihen-Sechszylinders. Ebenfalls mit dem DB7 halten dank Designer Ian Callum die bis heute charakteristischen Aston Martin Design-Merkmale Einzug. Neben den Sechszylinder-Modellen bietet man auch die mit V8-Triebwerken bestückte Virage-Modellreihe an.

Aston Martin One-77.
Im Jahr 2009 präsentiert man bei der englischen Luxus-Marke den stärksten Saugmotor der Welt, der im auf 77 Exemplare limitierten Supersportwagen One-77 zum Einsatz kommt und 559kW/760 PS leistet.

Stärkster Saugmotor der Welt und erster Kleinwagen der Firmengeschichte

Ab 1999 erfährt die Modellpalette durch die Baureihen Vanquish und DB9 weiteren Zuwachs. Motorseitig greift man auf überarbeitete V12-Varianten aus dem Jaguar-Regal zurück. Bereits 1996 wird die Virage-Baureihe mit einem Facelift versehen, woraus das Modell V8 Vantage entsteht. Im Jahr 2007 übernimmt ein Konsortium mit Beteiligung der englischen Rennsport-Experten von „Prodrive“ die Anteilsmehrheit des Ford-Konzerns. Im gleichen Jahr wird mit der Beendigung der Produktion des Vanquish das alte Stammwerk von Aston Martin im englischen Newport Pagnell geschlossen. Seitdem werden die Fahrzeuge ausschließlich in Gaydon und seit 2009 auch von Magna-Steyr im österreichischen Graz gefertigt – natürlich immer noch in Handarbeit. Im Jahr 2009 präsentiert man bei der englischen Luxus-Marke den stärksten Saugmotor der Welt, der im auf 77 Exemplare limitierten Supersportwagen One-77 zum Einsatz kommt und 559kW/760 PS leistet. Als Gegenpol zum Supersport-Segment wird 2011 der Aston Martin Cygnet vorgestellt – ein Kleinstwagen auf Basis des Toyota iQ. Ebenfalls 2011 erfährt das Modell „Virage“ eine Wiederbelebung. Der Sportwagen soll die Lücke zwischen den Modellen DB9 und DBS füllen.

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