Qualität kostet Geld. Das gilt insbesondere auch für die Tuningbranche. Wer sein Auto individualisieren will, ohne mit dem Gesetz oder dem TÜV in Konflikt zu geraten oder gar die Technik zu ruinieren, muss mit einem hohen finanziellen Aufwand rechnen. Das wissen natürlich auch windige Raubkopierer, welche die Tuningfans, die sich die teuren Original-Teile nicht leisten können, als „Klientel“ für sich entdeckt haben. Vor allem aus dem asiatischen Raum überschwemmen Plagiate den europäischen Markt. Dem will AC Schnitzer nun einen Riegel vorschieben: Der BMW-Tuner hat der Produkt-Piraterie den Kampf angesagt und geht dabei mit rigorosen Methoden vor.
Neben dem Schutz des Kunden vor Tuningteilen mit mangelnder Qualität, verfolgen die Aachener mit ihrem Vorgehen durchaus auch eigene Interessen. Denn Produkte, die zwar das AC Schnitzer-Logo tragen, aber von unzureichender Qualität sind, gehen immer auch mit einem Image-Verlust einher. Außerdem bedeuten die Plagiate natürlich einen immensen wirtschaftlichen Schaden für das Unternehmen. Nun ist ein erster großer Schlag gegen die Raubkopierer gelungen, bei dem der Zoll zahlreiche Felgenkopien beschlagnahmen konnte. Es waren aber auch aufmerksame Kunden, die den Tuner von falschen Felgen berichtet haben.
Im zweiten Schritt konnte AC Schnitzer erst Einstweilige Verfügungen, später auch rechtskräftige Urteile erwirken. Um den nächsten Produktpiraten gleich die Lust zu nehmen, haben die Aachener die Felgen kürzlich zerstört. Dabei gingen sie rigoros zu Werke: Mit einer 1000-Tonnen-Schrottschere haben sie die Felgenkopien zerstört, um sie daraufhin dem Recycling zuzuführen. Und wer weiß: Vielleicht werden aus dem wiederverwerteten Metall in Zukunft ja richtige AC Schnitzer-Felgen.

