600 Euro Zusatzkosten jährlich wegen PKW-Maut

Das Umweltbundesamt setzt sich für eine flächendeckende PKW-Maut in Deutschland ein. Diese würde jeden Autofahrer durchschnittlich 600 Euro mehr kosten. ( , 15.04.2010)

ADAC positioniert sich klar dagegen

Der Vorschlag des Umweltbundesamtes (UBA) zur Einführung einer flächendeckenden Pkw-Maut in Deutschland ist nach Meinung des ADAC ungerecht und unsozial. ADAC-Präsident Peter Meyer: „Auf die Autofahrer kämen jährliche Zusatzkosten von mehreren hundert Euro zu, sollte dieser abenteuerliche Vorschlag verwirklicht werden. Ich kann Herrn Flasbarth nur dringend empfehlen, sich an den Fakten zu orientieren, anstatt aufs Neue mit solchen Vorschlägen die Öffentlichkeit zu täuschen.“

Der ADAC vertraut auf die Aussagen führender Politiker. Sowohl die Bundeskanzlerin, wie auch der Verkehrsminister haben sich mehrfach gegen eine Pkw-Maut ausgesprochen. Allen Versuchen, eine Pkw-Maut gegen die Interessen von Millionen Autofahrern durchzusetzen, wird der ADAC entschiedenen Widerstand entgegensetzen.

Wieder mehr Kosten für Autofahrer

Nach Berechnungen des Clubs müsste ein Autofahrer nach dem UBA-Vorschlag bei vier Cent Maut pro Kilometer und einer jährlichen Fahrleistung von 15 000 Kilometer 600 Euro zusätzlich bezahlen. Der ADAC kritisiert zudem, dass bei der Diskussion der volkswirtschaftliche Nutzen des Straßenverkehrs völlig unberücksichtigt bleibt.

Die deutschen Autofahrer bezahlen bereits heute über spezifische Abgaben 53 Milliarden Euro. Lediglich 17 Milliarden Euro werden für den Ausbau und Erhalt des deutschen Straßennetzes ausgegeben. Auch unter umweltpolitischen Gesichtspunkten zielt der UBA-Vorschlag an der Realität vorbei. „Die Umweltkosten sinken kontinuierlich“, so Meyer. „Dafür sorgen alleine schon die immer moderneren und sparsameren Motoren.“

Maut als ungerechte Besteuerung

Die jetzige Form der Besteuerung der Autofahrer ist wesentlich effizienter und gerechter als eine Maut. Meyer: „Wer viel Kraftstoff verbraucht und damit auch die Umwelt stärker belastet, der zahlt entsprechend mehr Mineralölsteuer. Außerdem kostet diese Form der Steuererhebung den Staat praktisch kein Geld. Bei einer Maut gingen von den Einnahmen mindestens 20 Prozent für Erhebungs- und Kontrollkosten weg.“

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