Beeindruckendes Datenblatt
Auch bei Rothe Motorsport im hessischen Schaafheim hat man sich über den neuen Golf R gefreut. Der neue Superstar der Golf-Liga hat zwar keinen Gänsehaut-Sound verbreitenden Sechszylinder mehr unter der Haube, aber der aus dem Audi S3 bekannte 2-Liter TFSI mit 270 PS ist sicher nicht die schlechteste Basis für einen vor Leistung strotzenden Turbo-Umbau Marke Rothe.
Was die „Turbomanufaktur“ schlussendlich aus dem R rausholt ist aber selbst für alte Tuninghasen phänomenal. In 5 Leistungsstufen werden die Motor-Optimierungen angeboten. Stufe 1 kitzelt via Chiptuning schon beachtliche 310 PS aus dem Zwo-Liter Turbo.
Wesentlich tiefgreifendere Veränderungen bringen die Stufen 2 bis 4 mit sich. Durch Änderungen am Ansaugtrakt, spezielle Abgasanlagen mit Klappensteuerung und natürlich die geschätzten Rothe-Turbolader und –Abgaskrümmer kommt der R auf beeindruckende 338 bis 420 PS.
Stufe 5 glänzt sogar mit wahnwitzigen 500 PS, ist aber nur für den Export oder Rennbetrieb gedacht und hat keine TÜV-Zulassung.
Bei einem kürzlich von der Autobild Sportscars anberaumten Vergleich zwischen vier getunten Golf R gab der Rothe selbst in der 338 PS-Version den „King of Längsdynamik“. In 4,3 Sekunden brannte der Dampfhammer auf 100, Schluss war erst bei 271 km/h. Wir wollen uns kaum vorstellen welche Urgewalten erst in der 420 PS-Variante über den R20-Fahrer hereinbrechen.
DIE Überraschung beim Tuner-Grand Prix 2010
Auch beim diesjährigen Sport Auto Tuner-Grand Prix zog der Golf 6 R20 von den Mannen um Mike Rothe alle Blicke auf sich. Ausgestattet mit 380 PS, einem Bilstein PSS 10 Gewindefahrwerk, Dunlop Direzza-Reifen und einer Movit 6-Kolben Bremsanlage stampfte der Kompakt-Kracher auf dem kleinen Kurs in Hockenheim eine unglaubliche 1:10,75 in den Boden. Damit holte er sich nicht nur den Sieg in der Kompaktklasse, sondern fuhr auch im Gesamtklassement auf einen hervorragenden achten Platz. Seine Zeit lag dabei auf einem Niveau mit den angetretenen Porsche GT3 RS oder Nissan Skyline GTR, ein Ergebnis, das nicht nur die Fahrer dieser wesentlich stärkeren Renngeräte in Erstaunen versetzte.

